Die besten Handys für Blinde

In Deutschland leben schätzungsweise 150.000 blinde und 500.000 sehbehinderte Menschen. Welche Handys sich am besten für blinde und sehbehinderte Mitmenschen eignen.

Die besten Handys für Blinde

In Deutschland leben schätzungsweise 150.000 blinde und 500.000 sehbehinderte Menschen. Um ihnen den Alltag so einfach wie möglich zu gestalten, wurde 1825 die Blindenschrift (Brailleschrift) erfunden. Auf den Tasten einiger klassischer Handys wurden diese haptischen Punkte ebenfalls verbaut, damit auch Menschen mit eingeschränkter/keiner Sehkraft diese bedienen können. Dies ist bei den heutigen Smartphones mit ihrem glatten Display allerdings nicht mehr möglich. Doch auch hier haben sich die Hersteller einige Features einfallen lassen, die die Bedienung für Blinde und Sehbehinderte ermöglicht.

Einige wichtige Dinge müssen bei der Auswahl eines geeigneten Smartphones beachtet werden.

Das Samsung Galaxy Young mit der Blind Touch-Software zum Beispiel wird durch ein einfaches Antippen oder Wischen bedient und bietet eine akustische Sprachsteuerung und Wiedergabe. Ein integriertes Diktiergerät hilft dabei, Notizen aufzunehmen und diese zu speichern. Weitere praktische Funktionen bieten Apps, die im Nachhinein auf dem Gerät installiert werden können.

Einige Gerät verfügen auch über einen “einfachen” Modus  mit größeren Symbolen und einfacher Bedienung – dazu zählen: Huawei Mate 10 Pro und Sony Xperia Z3 und Sony Xperia Z3 Compact.

Bei Android Geräten ist die App ‘TalkBack’ (bei IOS ‘VoiceOver’) sehr nützlich. Sie liest dem Benutzer die getätigten Aktionen und Eingaben noch einmal zur Kontrolle vor. Experten empfehlen Apple iPhone Geräte mit der VoiceOver Funktionalität, da diese am zuverlässigsten funktioniert.

Für Menschen, bei denen die Sehkraft noch (wenn auch eingeschränkt) vorhanden ist, ist es sehr wichtig, dass das Display die Farben besonders kontrastreich wiedergibt und sie mithilfe einer Zoom-Funktion ihre Eingabe kontrollieren können. So gibt es zum Beispiel bei Google Geräten einen herrvoragenden Kontrast-Modus.

Natürlich ist der Ausprägungsgrad der Sehbehinderung oder Erblindung und auch die Bedürfnisse ausschlaggebend für die Wahl des Handys. Für ein einfaches Erreichbarsein eignen sich auch ältere Modelle mit großen Tasten und einer einfachen Bedienung für Menschen mit einem eingeschränkten Sehvermögen.

Sollen aber mit dem Smartphone auch gearbeitet oder umfangreichere Anwendungen bedient werden, ist es ratsam die entsprechenden Modelle vorher genau unter die Lupe zu nehmen und sich mit geeigneten Apps auseinander zu setzen.